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Die Bäckerei Franz Charles auf der Kölnstraße

in Brühl, um 1908/10

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80-jähriges Jubiläum der Firma Peter Klug, 1935.

Jeweils v. l. n. r.: vordere Reihe: Katharina Klug,

Wilhelmine Klug, Josephine Roos (geb. Klug);

zweite Reihe: Käthi Klug, Leni Reiners (geb. Klug),

Maria Klug (Frau von Jakob Klug), Frau von

Joseph Klug, Frau von Gustav Klug, Gustav Klug;

hintere Reihe: Herr Reiners, Peter Klug, Willi Klug,

Jakob Klug, Joseph Klug

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Hochzeitsbild Franz und Christine Charles, 1891

Kindheit: „So etwas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

Das summierte sich auf etwa 40 Onkel und Tanten und ebenso viele

Vettern und Kusinen. Und zwischen all diesen Verwandten bestand

ein reger gegenseitiger Besuchsverkehr mit einem sehr starken

Zusammengehörigkeitsgefühl. An Fest- und Feiertagen hatten wir

nach der 8-Uhr-Messe den ganzen Vormittag zu tun, um alle Onkel

und Tanten zu besuchen, frohe Festtage zu wünschen und z. B.

Kirmesgeld einzusammeln. Ein besonderer Sammelpunkt war bei

Klugs auf der Uhlstraße. Für die Erwachsenen war es die Nachrich-

tenbörse und für uns Kinder ein Ausgangspunkt für Spiele und Un-

ternehmungen im nahen Park.“

Günther Roos wuchs also offensichtlich in einer zumindest sei-

ner Wahrnehmung nach völlig intakten Welt auf. Fest integriert in

die „bessere“ Brühler Gesellschaft und damit auch in das katholi-

sche Milieu, gab es zunächst nichts, was seine Zukunftsaussichten

und die seines Bruders Gustav hätte beeinträchtigen können. Dass

sich dies sehr bald und recht grundlegend ändern sollte, hatte wenig

mit den politischen und wirtschaftlichen Wirren der späten Wei-

marer Jahre zu tun, hingegen sehr viel mit dem augenscheinlich

recht problematischen Naturell seines Vaters Toni, dem es daher in

mehrfacher Hinsicht besondere Aufmerksamkeit zu schenken gilt.

Die Großfamilie

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